
Abfahrt mit dem Bus
Pünktlich um 8:30 Uhr ging es am Samstagmorgen mit dem Bus in Neuried los. Das Wetter zeigte sich dabei deutlich besser als erwartet – beste Voraussetzungen also für den Jubiläumsausflug des EC Neuried. 54 Mitglieder inklusive Partner machten sich auf den Weg nach Kelheim. Ein überschaubarer Kreis, der Bus war voll besetzt.



Ankunft Kelheim
Gegen 10:15 Uhr erreichte die Gruppe Kelheim. Dort wartete bereits die „Donauprinzessin“, ein ausgesprochen gepflegtes und schönes Schiff, das für die nächsten Stunden zum schwimmenden Vereinsheim des EC Neuried werden sollte – beste Bedingungen, um die Landschaft ganz entspannt vom Wasser aus zu genießen.



Ansprache und Ehrungen
Kurz nach der Abfahrt ergriff unser Vorsitzender Frank Baumgart das Wort. In seiner Rede blickte er auf sechs Jahrzehnte EC Neuried zurück und würdigte die Menschen, die den Verein über all die Jahre geprägt und getragen haben.
60 Jahre Vereinsgeschichte sind schließlich nicht nur eine Zahl, sondern vor allem viele Menschen, viele Begegnungen und natürlich jede Menge geschossene Stöcke.
Und natürlich durften bei einem solchen Jubiläum auch die Ehrungen nicht fehlen.
Besonders im Mittelpunkt standen drei Vereinsmitglieder mit ganz besonderer EC-Geschichte: Konrad Doll als Gründungsmitglied des Vereins, Heinz Leinhäuptl, der bereits am 13.12.1966 – also kurz nach der Gründung – dem Verein beitrat. Und natürlich Ehrenfried Sigmund, der beeindruckende 17 Jahre Vorstand war und dieses Jahr vom Landrat für seinen Einsatz im Ehrenamt ausgezeichnet wird. Drei Beispiele dafür, wie sehr ein Verein von Menschen lebt, die über viele Jahre dabei sind und sportlich und organisatorisch Verantwortung übernahmen.




Danach wurde es musikalisch: Karl-Heinz Gruber`s Vereinslied zum 60-jährigen Bestehen ließ die vergangenen sechs Jahrzehnte noch einmal Revue passieren. Die „Hymne“ wurde mit viel Beifall bedacht.
Unsere historische Ausstellung
Passend dazu hatte der Verein im ersten Stock des Schiffes eine kleine, aber sehenswerte Ausstellung aufgebaut. Alte Stöcke und historische Spielerpässe erinnerten an vergangene Zeiten und sorgten bei so manchem für ein anerkennendes „Weißt du noch?“. Dazu lief ein Film mit Aufnahmen vom Eisstockschießen des EC Neuried in Ettal aus den 1980er-Jahren – für die älteren Teilnehmer eine kleine Zeitreise, für die jüngeren ein interessanter Blick darauf, wie der Stocksport und der Verein früher aussahen.



Während draußen die Landschaft rechts und links der Donau vorbeizog, wurde auch kulinarisch einiges geboten. Schweinebraten oder Lachs standen zur Auswahl – und beides kam bei unseren Ausflüglern sehr gut an. So ließ es sich auf der „Donauprinzessin“ bestens aushalten.






Ein besonderer Moment der Fahrt war die Schleusung auf dem Donaukanal. Für viele war es das erste Mal, dass sie eine Schleuse aus dieser Perspektive erlebten. Rund acht Meter ging es nach oben. Erst langsam füllte sich die Schleusenkammer, dann hob sich das 160 t schwere Schiff Stück für Stück – durchaus beeindruckend und für viele ein echtes Erlebnis.



Riedenburg: Kristalle und große Naturwunder
Gegen 10:20 Uhr erreichte die „Donauprinzessin“ dann die Anlegestelle Riedenburg.


Dort stand zunächst ein Besuch im Kristallmuseum auf dem Programm. Das Museum ist vor allem für seine rund acht Tonnen schwere Bergkristallgruppe bekannt, die als größte der Welt gilt. Außerdem gibt es umfangreiche Sammlungen von Edelsteinen, Turmalinen und Diamant-Repliken. 2026 ist zusätzlich die Sonderausstellung „Fliegende Juwelen“ zu sehen, die Mineralien und Insekten gegenüberstellt und Gemeinsamkeiten bei Farben, Formen und Strukturen zeigt.
Die Besucher waren beeindruckt…
Nach so viel Vereinsgeschichte und Naturkunde ging es weiter zum Highlight des Tages:
Die Könige der Lüfte auf der Rosenburg.

Um 14:20 Uhr stand die Fahrt zur Rosenburg auf dem Programm. Dort erwartete unsere Gruppe der Falkenhof – Schloss Rosenburg mit seiner Greifvogelvorführung.
Adler, Falken, Geier, Eulen und Milane zeigen dort in moderierten Flugvorführungen ihr beeindruckendes Können. Die Besucher erfuhren dabei auch viel Wissenswertes über die Tiere, die Falknerei und den Artenschutz.
Besonders beeindruckend war, wie die Greifvögel mit bis über 3m Flügelspannweite nur wenige Zentimeter über unsere Köpfe rauschten. Wenn solche Vögel dicht über die Köpfe hinwegfliegen, wird es selbst bei einer geselligen Vereinsfahrt für einen Moment ganz ruhig – zumindest fast.



Die Rückfahrt auf der Donauprinzessin
Nach den vielen Eindrücken des Tages war gegen 16:20 Uhr noch lange nicht Schluss. Bei der Rückfahrt auf dem Schiff wurde noch einmal die „Hymne“ gespielt, diesmal mit deutlich mehr Engagement bei den Refrains. Die Livemusik tat ihr Übriges, die Stimmung wurde ausgelassener, und spätestens hier zeigte sich, dass man beim EC Neuried auch ohne Stock hervorragend feiern kann.


Gegen 18:00 Uhr ging es zurück mit dem Bus nach Neuried. Die Stimmung im Bus? Entsprechend gut. Nach einem langen Tag mit Schiff, Schleuse, Vereinsgeschichte, gutem Essen, Kristallen, Greifvögeln und Musik gab es reichlich Gesprächsstoff – und natürlich auch das eine oder andere Getränk, … oder auch mehrere …
Um 20:15 Uhr war Neuried wieder erreicht. Doch damit war der Jubiläumstag für einige noch immer nicht beendet: Das Vereinsheim war geöffnet für alle, die „immer noch nicht genug hatten“. Und so endete ein Jubiläumsausflug, der genau das widerspiegelte, was den EC Neuried seit 60 Jahren ausmacht: Vereinsgeschichte, Zusammenhalt, Geselligkeit und vor allem die Freude daran, gemeinsam etwas zu erleben.
54 Teilnehmer waren dabei – und auch wenn es gerne ein paar mehr hätten sein dürfen: Diejenigen, die mitgefahren sind, werden diesen 22. August 2026 sicherlich noch lange in guter Erinnerung behalten.
